Ideenstudio

Projekte: Projektvorschlag von Jonathan Petch || Das Waldstück  

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Kammern u. Felder

Lichtung 06

 

Moisdon 06

 

Schlossgarten 06

 

Stoppelfeld 06

 

Turm 06

 

Waldstück 06

 

Kammer 5,06

 

Heizung 04

 

Sackgasse 05

 

2 auf Reisen 1,05

 

Zwei Riesenräder 04

 

Neun Schwäne 06

 

Neujahr 1,04

 

Neujahr 2,04

 

Leerer Spiegel 03

 

Mauves 7,05

 

Rausgucken 1,04

 

Rausgucken 3,05

 

Umkehrschluss 06

 

Zimmer 4,06

 

/ Idee: Ina Weißflog /

Kammern und Felder - die Fotomontage als wahrheitsgetreue Fiktion

In der Wissenschaft sowie in der Kunst ist das Ziel meiner Ansicht nach eine Annäherung an die „Wahrheit“, wenn auch in Anführungsstrichen, die dazu da sind, die tiefere Wahrheit mancher Fiktion einzuschließen. Kunst und Wissenschaft sind Versuche, zu neuen Erkenntnissen kommen. Die systematische, den Zufall und die Intuition aber nicht ausschließende Suche nach Erkenntnissen und Verbindungen ist ein Versuch, die Phänomene der Umwelt zu verstehen und in ihren weitläufigen Sinnzusammenhängen zu sehen. Erkenntnis in diesem Sinn hat nicht die restlose Enträtselung der Dinge zum Ziel, sondern das Aufspüren und Reflektieren des Diffusen, des Vagen und Ungreifbaren, des Widersprüchlichen und Wunderbaren.

Medium und zugleich Gegenstand dieser zweckfreien Grundlagenforschung ist das Bild als Denkmodus, Wahrnehmungsmodell und Träger von Stimmungen. Die Fotomontagen sind ein Versuch, die interpretierte Wirklichkeit zu kommunizieren. Durch das Zusammensetzen meist Dutzender von Einzelbildern schaffe ich extreme Weitwinkel- oder Totalansichten, in denen vorne, hinten, oben, unten, links und rechts zugleich sichtbar gemacht und in ein bestimmtes Kompositionsverhältnis gebracht werden. Innenräume oder Landschaften werden aufgebogen, -gefaltet oder geklappt und erscheinen in Ansichten, die sich dem menschlichen Blickfeld normalerweise entziehen. Es kommt vor, dass ich das Fotomaterial am Computer manipuliere, dass ich z.B. Farben ändere, etwas entferne oder hinzufüge – dass ich also ‚lüge’ - aber mit dem Ziel, umso genauer die Wahrheit zu sagen, was nach meiner Auffassung über die Reproduktion des Äußerlich-Dokumentarischen hinaus geht.

Um die Bilder rezipierbar zu machen, sollten sie idealerweise gedruckt werden. Die Fotografien werden auf Alu-Verbundplatte gebracht und mit einer UV-Schutz-Folie oder hinter Acrylglas kaschiert. Daher hege ich den Wunsch nach einer Kooperation mit Unternehmen, die dazu geeignet sind, die Arbeiten in eine materielle Form zu bringen.

Über Ina Weißflog

ist 32 Jahre alt und in Ahrensburg aufgewachsen. 2004 hat sie ihr Studium der Medienkunst an der Muthesius-Hochschule in Kiel mit dem Diplom für Freie Bildende Kunst abgeschlossen. Bis 2003 hat sie bei Thomas Wörgötter und bis zu ihrem Abschluss in 2004 bei Ralf Weißleder freie Kunst studiert.

Seit 2002 arbeitet sie intensiv mit den neuen Medien. Ihre digitalen Fotomontagen setzt sie am Computer aus vielen Einzelaufnahmen neu zusammen, verfremdet oder erfindet neu. Sie zeigt Räume und Orte in meist extremen Weitwinkelansichten. Es entstehen abstrahierte Räume aus frei konstruierten Perspektiven.

In der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen erhielt Ina Weißflog 2006 eines der neu eingerichteten Stipendien der Landesregierung NRW für den Bereich "Mixed Media und Neue Medien". Direkt im Anschluss an das Schöppingen-Stipendium wurde Ina Weißflog mit einem neun-monatigen Graduiertenstipendium des deutschen Akademischen Austauschdienstes für einen Aufenthalt im französischen Nantes ausgezeichnet.

Austellungen von Ina Weißflog



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