Ideenstudio
Projekte:
Soundobjekt: HÖRbuch || Lauschen ins Unhörbare
PLANETENBREMSE
/ Idee: Ruppe Koselleck /Ausgangspunkt
Wer einmal das Windrauschen der gewichtigen Luftschwerter gehört hat,
kann allein durch den akustischen Impuls das energetische Potential der Windkraft erahnen.
Die gewaltige Macht der drei miteinander verbundenen Schwerter, die im Luftstrom permanent um sich selbst herum geführt und gezwungen werden, sieht der mit anderen Augen, der eine Zeit unter den Mühlen verbrachte.
Fragen
Hier verbrachte ich viele Stunden mit zwei Grund legenden Fragen.
Warum drehen die Räder, gleich welche Firma sie herstellt, stets rechts herum?
Üben die Mühlen nicht eine versockelte, starre Hebelkraft auf unseren Planeten aus?
Erste Konklusionen beginnender Konfusionen
Da die Winde, die unseren Planeten umwehen, sich überwiegend aus Westwinden zusammensetzen, überkam mich die ungute Vermutung, dass die zunehmende Anzahl der Mühlen eine Kraft gegen das Drehmoment der Erde ausüben könnten.
Die bloße Ahnung einer potentiellen Abbremsung der Geschwindigkeit unseres Planeten hat fundamentale Konsequenzen zur Folge. Selbst eine hoffnungsvoll gering angenommene Verschiebung des Tag-Nacht-Wechsels, durch die Veränderung der geostrategischen Taktung der Erdgeschwindigkeit bewirkt eine nachhaltige Verunsicherung unseres Zeitempfindens.
Berücksichtigt man jetzt, dass die Ausrichtung der Selbstumdrehung der Windräder stets nach Rechts orientiert ist, kommt man schnell auf den Gedanken des abwegigen Dralls durch eine rechts gerichtete Schwingung (!). Aus der gleichförmigen Drift aller Räder ergibt in der Summe ein weiteres Moment der Beeinflussung – ein irritierender Drall auf die konstante Rotation unseres Planeten um sich selbst.
Kunst und Physik --
oder die Ermittlung des Windkrafthebelarmsfaktors auf die Erdumdrehung
Aus der Schicht einiger irriger Erinnerung aus verschulter Zeit tauchten formelhafte Ahnungen auf, die nicht aber zur Beruhigung der oben erwähnten Konklusionen und Konfusionen führte.
Gab es so etwas wie ein physikalisches Gesetz zur Erhaltung des Drehmomentes der Erde?
Musste die Rotation, aus einer physikalischen Notwendigkeit heraus, konstant bleiben?
Das große L. {gesamt} war gleich oder ungleich Null. Und was hieß das noch mal?
Der Hebelarm drückte sich formal durch ein fettes kleines r hinter dem Gleichzeichen aus. Dieses r xte sich mit der Tangentialgeschwindigkeit vt, deren auffälliger Gleichsinniger Parallelismus nach Arnold Sommerfeld unveränderbar verhalten scheint, so denn die angenommenen Definitionen stimmten.
M {ext} =\= L.{gesamt}
entsprach dann eben doch nicht dem
Mz = r x f……der Massenträgheitsradialkraftfelder…….
Schnell vermischten sich meine Ahnungen mit rechtsgerichteten Umdrehungen und
führten dann zu jener Klarheit, deren poetischer Gehalt mich osmotisch stark unter Druck setzte.
Da die hohe Frustrationstoleranz in der Physik zweifellos zu den wichtigsten Wissenschaftskonditionen zählt, aus denen heraus sich so etwas wie Erkenntnisfortschritt ableiten könnte, lässt sich in der Ermittlung des Windkrafthebelarmsfaktors auf die Erdumdrehung ein sinnvolles Forschungsfeld definieren.
Die Beantwortung der Frage scheint mir von mindestens physikpädagogischer Notwendigkeit, damit man eben diese Sorge vor einem Zeitwandel durch Veränderung der erdrotationsbedingten Tag-Nacht Rhythmik ausgeschlossen werden kann.
Der massive Parallelsprung oder erste ästhetische Schritte
Während ein Team von Physikern versucht den wirksamen Windkraftshebelarmfaktor zu berechnen, werden erste künstlerische, sportliche und ästhetische Handlungen versuchen, der potentiellen Beeinflussung der Rotationsgeschwindigkeit Einhalt zu gebieten.
Plan A
Die Erstellung und Verbreitung einiger Postkartenmotive zum Thema der Planetenbremse wird über Gratiscard-Agenturen bundesweit und vorangetrieben.
Plan B
Dabei wird auf eine Webside www.planetenbremse.de verwiesen. Hier wird der Massive Parallelsprung gen Osten proklamiert, der dem windenergetischen Effekt entgegenwirken soll. (Unter massiv wird an dieser Stelle auch massenhaftes Springen im Sinne sehr vieler Leute verstanden)
Am 18. Juli 2007 sollen um 16:20 Uhr möglichst viele Bewohner Ihren Standort spontan verlegen. Es wird zum Massiven Parallelsprung gen Osten aufgerufen. Nach dem Sprung sollen die Teilnehmer am massiven Parallelsprung möglichst lange am neuen Orte verweilen. Dadurch wird entgegen der beeinflussten Rotationsrichtung kurzfristig eine schwer messbare Kraft entgegengesetzt.
Solches Tun sollte rhythmisch wiederholt werden. Wer könnte wie was messen?
Angestrebt ist die Durchsetzung des Massiven Parallelsprungs gen Osten in China, da dort auf eine wirksame Anordnung von oben, potentiell ungefähr fast eine Milliarde Chinesen die Rotationskonstanz retten könnten, wenn Sie ihre Standorte dauerhaft verlegen.
Plan C
Raketenabschuss und Mondkorrelationsvermutung?
Ein schwerer träger Körper wird mittels Raketentechnologie vom Äquator aus gegen die Rotationsrichtung der Erde gen Mond geschossen. Die einwirkende Kraft gegen das Drehmoment der Erde verpufft im All bzw. am Mond, dessen Einfluss auf das Drehmoment damit experimentell unter- und versucht werden kann.
Aus der Zusammenfassung von Plan A bis C ergibt sich ein Diskurs um die Planetenbremse, der sowohl Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Ästhetik, Kunst und Vergnügen berührt.
Die Ausarbeitung der Planetenbremse für die kunstidee.com
wird u. a. in Zusammenarbeit mit Dipl. Phys. Phillip von Bülow angestrebt.
Dem Planetenbremsen wird Einhalt geboten.
Über Ruppe Koselleck
1967 geboren in Dossenheim/Heidelberg1987 Abitur in Bielefeld
1990 Studium der Philosophie und Soziologie in Köln
1993 Wien Zeit Wien Zeit Wien,
Studienprojekt bei Wander Bertoni, Hochschule für angewandte Kunst in Wien
1994 Kunstakademie Münster, Klasse Lutz Mommartz
1995 Der Meisterschüler, Periodikum der Kunstakademie (25 Ausgaben)
1995 Begründung der
Gesellschaft für Mnemotechnik und Taktdesign, Münster und Berlin
1998 Gründung des Büros für deflationäre Maßnahmen
1998 Kunstpreis Ökologie, 5. Platz, Nürnberg
1998 CASA Peyret, Mexico-City, Mexico
1999 Filmklasse bei Andreas Köpnick, Kunstakademie Münster
1999 Aufbau der Netzzeitung www.DerMeisterschueler.de
* 4. Oktober 1999 Helene Liselotte
1999 Gründung der Bodenstiftung
1999 Reisestipendium der Kunstakademie für Paris und London
oo 30. Juni 2000 Susanne von Bülow
2000 Puddles-Stipendium für Osaka/Japan
2000 Kugi-Dong, Seoul, Korea
2001 Examen, Meisterbrief und Meisterschülerjahr > 2002
2002 Förderpreis des Westfälischen Kunstvereins, Münster
2002 Hörster Fensterpreis, Münster
* 23. November 2002 Corinna Katharina
2003 Pilotprojekt Gropiusstadt, Berlin
2004 Landesstipendiat Schleswig Holstein
2006 Schöppingen Stipendium des Landes Nordrhein – Westfalen
2006 Künstlerische Leitung im Kulturbüro der Westfälischen Wilhelms Universität
Austellungen von Ruppe Koselleck
Ausstellungen2006 Scope, Stray for Art, London
2006 Re-Art - Nairobi, UNO Building, Kenia
2005 Galerien stellen sich vor, Kunstverein Freiburg
2005 Post nach Dachau, Schloss zu Dachau
2005 Re-Art, Bundesministerium für Umweltschutz, Dessau (K)
2005 Ich und Ikea, Galerie Foth, Freiburg (E)
2005 take-over-bp.com, Kunstpavillon München (E)
2005 Skulpturenwettbewerb Walldorf (K)
2005 Förderpreis Aktuelle Kunst, Magdeburg
2005 Kunstbank, Borken
2005 Re-Art One, San Francisco, Unesco Tower, U.S.A.
2005 Knallhart kreativ, Galerie Umtrieb, Kiel (E)
2004 Arbeitszeitnachweis, Eckernförde (E)
2004 Werft, Galerie Münsterland, Emsdetten (K)
2004 Kunststiftung Stuttgart
2003 Das provisorische Büro im Westfälischer Kunstverein, Münster
2003 Hertz-Mobil, das-archiv-der-1000-letzten-zigaretten, Künstlerdorf Schöppingen (E)
2003 lost and found, Boulder, Texas, U.S.A., (K)
2003 Feindliche Übernahme von BP, hinterconti, Hamburg (E)
2003 Pilotprojekt Gropiusstadt, Berlin
2003 take-over-bp.com, LAGA Gronau (K)
2003 Kunst wird durch Text erst schön, Stuttgarter Kunstverein
2003 Endrunde der Stipendiaten in Magdeburg
2002 Positionen zur Bürokratie, Stadthausgalerie Münster (E, K)
2002 Antlitze, Galerie Bernsteinzimmer, Nürnberg
2002 We are not here over for the Weather, Beteiligung, Kunstverein Ahlen, Ahlen (K)
2002 Magistrale, Karl Marx Alle, Berlin (K)
2001 Screenings 07, Museum für moderne Kunst, Frankfurt
2001 Le chèvere, Galerie Walpodenstr., Mainz
2001 Erste Lesung aus den Tapetentagebüchern, Neurotitan, Berlin
2001 Art Cologne, Beteiligung, Köln
2001 Konrad und ich bein Verker, Galerie Felixleiter, Berlin
2001 Direttissima, Ausstellungsprojekt im Stadtraum Münster (K)
2001 Spuren suchen, Technischen Universität Darmstadt, Ausstellung und Workshop (E)
2000 Das Leben ist zu kurz für den falschen Job.
mit Frederik Foert und Stephan Homann im Kunstverein Bamberg
2000 Verbandelung, Bernsteinzimmer, Nürnberg
2000 deutsche einkaufspassage, Podki-Park, Hannover
2000 Brot und Spiele, Flensburg 2000 ART-APPEAL, CAS - contemporary art and spirits, Osaka, Japan (E,K)
1999 Datierte Dosen im Flur...im Flur des Carten Greife, Kestnerstr. 35, Hannover (E)
1999 Ausflug, Abtei Museum in Liesborn/Waderloh
1999 Das erste Phototapetenbuch, Fototrienale, Künstlerhaus Hamburg
1999 Der Getränkedosenteppich, WEWERKA-Pavillon, Münster (E,K)
1999 Westwärts, Kunstverein Gütersloh
1998 Wasser im Garten und auf dem Balkon, Prima Kunst, Kiel
1998 Zu Gast in Buckow, Filmklasse im Kino zu Buckow
1998 SchilderenDeutsch-Niederländische Schilder Ausstellung, Delden-Hengelo-Münster (K)
1998 Kunstpreis Ökologie, Nürnberg
1998 Das Erschießen von Reitern ist verboten!
Meisterschüler in vier Schlössern, Schloß Bentlage in Rheine (K)
1998 Arbeiter in Danzig, Gdansk, Polen (E)
1998 From Here, High St. Projekt Gallery, Christchurch, Neuseeland
1998 Bischof und Brautpaar, Hazienda de Cortés, Cuernavaca, Mexiko
1998 Europäische Polizisten im Ausland, Newark (USA),
Patzcuáro, Guadalajara (Mexiko)
1997 Speakers Corner,0202 - 430 34 76,
Projekt mit Mark Formanek und Stephan Homann, Galerie Brusten, Wuppertal (K)
1997 Der Videolog - Fünf Tage aus fünf Stunden, mit Stephan Homann, European Media Art Festival, Osnabrück (K)
1997-2000 Aufsichten, u.a. Basel, Bergamo, ICE 70, Onno, Küstrin, Straßburg, Wien, Berlin,
Buckow, Dossenheim, Mexico-City,Warschau (K)
1997 Aufsicht,Eine Aufsicht ist ein Polizist, der auf einem Kaugummi klebt. Schlösserausstellung Kunstakademie, Rheine, Lemgo und Dahlheim (K)
1996 Strukturale, Landesmuseum Münster, (K)
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